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Acatenango 25. Februar bis 26. Februar

...oder wie wir auf den Acatenango hoch steigen und die atemberaubende Aussicht auf den El Fuego geniessen. Eine Zweitageswanderung mit einigen Höhenmetern - aber jeder einzelne davon ist es absolut wert ihn hinter sich zu bringen!!

Für uns geht es nun »Schlag auf Schlag« weiter, das werdet ihr nun auch in den folgenden Posts bemerken ;-).Unser Reisetempo ist im Moment zügig, denn wir haben einen »Termin«!! Mitte März kommen Adi’s Eltern in Costa Rica auf Besuch :-D! Somit ist unser Ziel natürlich pünktlich wie eine Schweizeruhr in Costa Rica anzukommen.

 

Nun hopsen wir also von Highlight zu Highlight in Guatemala. Und nun zu einem, welches wir mit grösster Spannung erwartet haben.

Die Tour auf den Acatenango, einen erloschenen Vulkan. Das ist nun nicht extrem spektakulär - aber das Spektakuläre liegt dem Acatenango gegenüber: Der aktive Vulkan El Fuego!

Der aktivste Vulkan von Guatemala, der im Schnitt ca. jede Viertelstunde ausbricht und Lava in den
Himmel spuckt! Das möchten wir auch »by night« sehen und so buchen wir eine Zweitagestour um auf dem Acatenango übernachten zu können.

Es gibt die unterschiedlichsten Angebote an Touren, wir entscheiden uns für eine »Luxusvariante« bei Asoava Tours. Die Touranbieter haben bereits Übernachtungsgelgenheiten oben und somit muss man kein Zelt und Schlafsack mit hochtragen. Da sind wir froh, denn wir müssen ja auch noch alles für Cita mit hoch tragen. UND: Warme Kleider!! Denn da oben kann es gerne mal gegen den Gefrierpunkt gehen.

Und so gehts am Morgen um acht Uhr los mit Rucksäcken voller Jacken und Pullover, Handschuhe und Mütze sind auch dabei. Eine Decke für Cita darf nicht fehlen und von den Tourguides bekommt jeder noch ein Lunchpaket, das auch noch im Rucksack Platz finden muss.

Und dann kann es losgehen. Nach einer kurzten Fahrt zum Start des Wanderweges heisst es nun zu Fuss mehr als 1000 Höhenmeter nach oben zum Basislager, welches auf ca. 3600m.ü.M liegt. Wie wir es unterdessen schon fast gewohnt sind: Die Wanderwege gehen nicht schön in Schlaufen stetig und langsam den Berg hoch wie in Europa. Nein! Hier heisst es auf dem kürzesten Weg nach oben, also einfach gerade rauf. Das zerrt an den Kräften! Unbedingt empfehlenswert sind Wanderstöcke, ob eigene oder gemietete, und wir sind heilfroh, dass jeder von uns einen der Holzwanderstöcke der Touranbieter mitgenommen haben! Unsere Guides sind aber sehr erfahren, machen so ungefähr alle 300 Höhenmeter eine Pause und auch Cita nimmt diese dankbar an um sich auf dem Boden auszustrecken und Wasser zu tanken.

Was für eine Freude, als das letzte Stück des Weges, dann nur noch entlang des Vulkanes auf die andere Seite führt und wir tatsächlich mal wieder etwas eben laufen können. Und schliesslich erreichen wir das Lager und alle sind happy, denn der Fuego beginnt auch sogleich mti seiner Show. Schon bei Tag: Extrem beeindruckend die Explosionen zu hören, die Lavafetzen durch die Luft schleudern zu sehen und die dunklen Wolken über dem Krater aufsteigen zu sehen!!! Sofort sitzen alle fasziniert auf der »Terasse« des Lagers. Alle... bis auf unsere Guides. Denn die sind plötzlich gestresst und nervös... Was ist los?

Die Schlüssel zu den Shelter - ja, die liegen noch unten im Dorf...! :-P Und auch wenn die Guides ohne uns sicher einiges schneller unten und wieder oben wären - die Schlüssel vor Dunkelheit zu hohlen ist unmöglich. So hilft Adi mit einem weiteren Gast, die Schlösser an den Ketten zu knacken und so kommen wir dann doch alle noch zu einem Bett mit dicken Schlafsäcken.

Cita ist auch froh - am Abend kühlt es sehr schnell ab und sie hat sofort begriffen, dass das Bett einiges wärmer ist als der Boden :-P. Sie zieht sich schnell in unser Hüttchen zurück und krümmelt sich in ihre Decke.

Ein Teil der Gruppe geht nun noch auf weitere 3Stunden Wanderschaft rüber auf den Fuego selbst. Wir verzichten aber, einerseits um Cita’s Beine nicht vollkommen zu überfordern (und unsere :-P) und andererseits weil man den Vulkan von hier so toll sieht - wir möchten die Aussicht geniessen. Wir werden von unserer Gruppe danach auch bestätigt - es ist zwar kuul auf dem wirklich aktiven Vulkan zu stehen, aber die Sicht ist besser vom Camp. Wir sitzen den Abend also auf der »Terrasse«, geniessen die Aussicht, schiessen Fotos, bekommen ein Abendessen serviert und packen uns von Zeit zu Zeit immer mehr ein. Es ist wirklich kalt!! Tatsächlich habe ich, Maya, alle Schichten an, die ich habe: Tshirt, Pullover, Gilet, Faserpelz, zwei Jacken, Mütze, Handschuhe, Strumpfhosen, Hosen, Trainerhosen, Regenhosen und Wollsocken (danke, Mama!). Adi hat ebenfalls nur bisschen weniger an - man muss sich da schon ausrüsten!

In der Nacht grummelt und poltert der Vulkan nebenan. Man kommt dadurch nicht so recht zu Schlaf, da man immer den Eindruck hat, man verpasst etwas. So versammeln sich die Ersten unserer Gruppe bereits um halb fünf morgens wieder auf der »Terrasse«, gut eingewickelt in den Schlafsäcken und warten auf den Sonennaufgang. Der Fuego gibt alles und spuckt in kurzen Abständen immer wieder rot glühende Lava in die Luft! Es ist gigantisch!!

Cita wollte nun morgens nicht im windgeschützten Shelter bleiben und so kriecht sie bei mir schön unter den Schlafsack und lässt nicht mal die Nase draussen. Brr... ihr ist es wirklich zu kalt hier :-P Aber im Schlafsack gehts gut und sie fühlt sich wohl ;-). Geniesst die Bilder von diesem gigantischen Schauspiel!

 

Am nächsten Tag geht's dann vormittags wieder nach unten und wir kommen einiges schneller runter wie hoch... Für uns geht es dann per Pickup wieder zurück zu Dodo und wir fahren heute noch nach Antigua weiter und geniessen den restlichen Nachmittag und Abend noch mit einer Dusche und entspannen auf einem Eventlokal/Garten der Stadt, wo man als Camper ebenfalls stehen kann.

 ©Ufbruchstimmig