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Nicaragua - Cerro Negro und Pazifikküste 7. März bis 12. März

...oder von unseren ersten Tagen in Nicaragua - es ist heiss, vulkanisch, schwarz, windig und atemberaubend schön!

Nachdem wir unsere erste Nacht in Nicaragua bei einer äusserst freundlichen und willkommen heissenden Famile kurz nach der Grenze verbracht haben auf deren Restaurant-Parkplatz, gute Pizzen genossen haben und wir verwöhnt wurden, geht es weiter zum Cerro Negro.

Ein noch aktiver, schwarzer Vulkan, der aber so gut in seinen Ausbrüchen voraussagbar ist, dass man gut im Nationalpark um und auf dem Vulkan wandern und campieren kann. Wieder mal beeindruckt uns der Vulkan mega. Es ist aber sehr warm und sehr windig und so entscheiden wir uns erst in den frühen Morgenstunden auf den Gipfel zu steigen. Und das lohnt sich extrem - wir sind ganz alleine und von oben in den Krater zu sehen nochmal was ganz anderes! Das Gebiet ist zwar Nationalpark, aber mit Hund hierher zu kommen war absolut kein Problem.

 

Die Wärme lässt uns nach dem Cerro Negro direkt zum Pazifik fahren, wir brauchen mal wieder Meer. Der letzte Meeres-Schwumm ist tatsächlich schon fast zwei Monate her, als wir ans mexikanische Festland rüber kamen. Dazwischen gab’s zwar Flüsse und Seen, aber im Meer waren wir maximal mit den Füssen seit da. Wir landen in Las Peñitas in einer Strandbar eines Italieners, Andrea, aus Bologna. Ein lustiger Typ und wir fühlen uns sehr wohl. Wenn er an einem der Tische sein Essen ass, sassen mind. drei Katzen um den Tisch herum, während er alle paar Sekunden zu den Katzen »NO« brummelte... Zugleich wirft er aber immer wieder den Katzen Stücke von seinem Hummer zu und schliesslich dann auch noch die ganze Hülle vom Hummer. Konsequente Erziehung vom Feinsten :-P. Der starke italienische Akzent in seinem Spanisch und die italienische Musik, die er lauthals mit trällerte - das lässt richtig Europa-Feeling aufkommen. Hier treffen wir auch Yannic und Sandra, bis-bald.ch, und verbringen zwei gemütliche Abende mit ihnen.

Für uns geht es dann etwas weiter südlich nochmals an die Küste bei El Tránsito. Hier stehen wir bei einer Fischerfamilie auf dem Grundstück. Eigentlich wollten wir uns an einen einsamen Strand stellen, aber die Strasse wurde immer enger und schlechter, dass auch für Dodo kein Durchkommen mehr war. Frei stehen ist hier in Mittelamerika schwierig - nicht wegen der Sicherheit, sondern weil da, wo die Strassen hinführen halt auch Orte sind. Aber bei Hazel’s Familie fühlen wir uns sehr wohl und preiswert sind diese Plätze auch immer. Umgerechnet ca. 5CHF pro Nacht kostet es uns hier, inkl. Plumpsklo und direktem Strandzugang. So unterstützen wir die Leute sehr gerne.

Cita geniesst es auch immer Hundefreunde zu treffen in den Orten. Hunde und Menschen - denn hier schiesst sie auch mal wieder den Vogel ab!! Manchmal wünschen wir uns, dass wir das Halsband zuvor ausgezogen hätten, dass wir so tun könnten, als gehöre sie nicht zu uns.... nur ein verrückter Strassenhund...!

Als Adi am einen Morgen den obligaten Strandspaziergang macht, macht Cita sich ebenfalls einen neuen Freund. Aber auf eine äusserst peinliche Art und Weise:
Am Strand sitzt ein Mann und meditiert in Schneidersitz. Und was macht unser Hund?

Sie läuft schnurstracks zum Mann, legt sich in die Kule von seinem Schneidersitz und... »Habe meinen Platz gefunden, da bleib ich!!« Adi muss hin und Cita vom Mann herunter führen, denn auf die Rufe hat sie mal strikt nicht reagiert. War wohl gemütlich da...

Der Mann findet es zum Glück witzig und meint, Cita hätte wohl seinen »guten Vibe beim Meditieren« gefühlt. War wohl so ;-) - aber peinlich war’s trotzdem...!

Vielleicht müssen wir doch mal Yoga mit ihr ausprobieren ;-).

 ©Ufbruchstimmig