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Auf Landstrassen durch die Anden Perus bis nach Huaraz 21. Oktober bis 30. Oktober

...oder von kleinen Strassen durch ein authentisches Peru, vielen "Mitreitern" in Dodo und unglaublichen Berglandschaften.

Wir fahren auf kleinen Landstrassen stetig südwärts. Die Strassen sind zumeist unbefestigt, eng und steil, aber die Landschaft der peruanischen Anden ist gigantisch!

Unser Weg führt uns durch eine einzigartige Bergwelt, vorbei an unzähligen, kristallklaren Lagunen und kleinen, authentischen Bergdörfern. Hier werden wir sehr häufig angehalten:

Wieso? Viele Leute haben hier keine Fahrzeuge und die Art des Vorankommens ist folgende: Man stellt sich an den Strassenrand, hält das nächste Auto an und fragt, ob man ein Stück mitfahren kann. Und so sind unsere Fahrten nun sehr unterhaltsam. Eine Frau hat Angst, ob wir Schweizer überhaupt solche Bergstrassen fahren können und fragt uns, wieso wir überhaupt diese gefährlichen Passstrassen fahren. Wir schmunzeln etwas und erklären ihr, dass wir in der Schweiz auch einige kleine Bergstrassen haben und wir als Tierärzte auf einigen kleinen, kurvigen Bergwegen unterwegs gewesen sind. Trotzdem scheint sie mir nicht wirklich beruhigt, aber sie übersteht die Fahrt mit uns. Kurz später steht eine ältere Dame am Strassenrand und fragt ebenfalls, ob sie mitfahren kann. Wir sagen gerade ja, als ihr Mann um die Ecke kommt und winkt - "Aber das Futter hier muss auch mit." Er zeigt auf 3 grosse Bündel voller Klee für die Meerschweinchenmäster. Wir überlegen, wie wir diese Bündel jetzt ins Auto kriegen sollen, während der Mann schon meint - " aah, das passt schon, einfach alles hinten rein." Es reicht uns gerade noch so, ein Tuch über unsere Bank zu schmeissen, da wird auch schon das erste Bündel ins Auto gehievt. Und Sekunden später ist Dodo hinten voll gestopft mit Cuy (=Meerschweinchen)Futter. Die Frau findet auch noch Platz und wir finden heraus, dass sie damit zum Markt im nächsten Dorf will. Also los geht die Fahrt.

 

 ©Ufbruchstimmig 

Neben den netten Fahrgästen und dem geniessen der Landschaft, haben wir auch ein paar negative Erlebnisse. Nummer Eins: Cita, welche nachts die Olivenölflasche vom Tisch klaut, sie aufbeisst, einiges wohl zusammen schlabbert aber den Grossteil über ihr Bett und unsere Kissen verteilt. Yeeeay, das ist mal ein tolles Aufwachen, wenn am Morgen, wenn man vom Dachzelt runter kommt, das ganze Auto nach Olivenöl stinkt und alles schön ölig ist. Immerhin - sie hat sich eine Nacht ausgesucht, wo wir neben einer Lagune geparkt haben. Somit hat es immerhin genügend Wasser um das ganze Schlamassel wieder zu entfernen.

Nummer Zwei: Unser Dachzelt hält nicht!!! :-O Es rutscht auf dem Dachträger hin und her - vermutlich von den Vibrationen der schlechten Strasse in Kombination mit den unendlich vielen Höhenmetern! Die Befestigung über diese Metallteile hat uns schon in Lima nicht überzeugt und nun sehen wir es bestätigt. Adi dreht die Teile also kurzerhand so um, wie es ihm logischer erscheint und wirklich - nun hält es. Das Holz müssen wir bei Gelegenheit noch gegen Alu austauschen, wenn möglich.

 

 

Nach der langwierigen Route durch die Berge - eigentlich haben wir nicht viele Kilometeer gemacht, aber man kommt hier einfach nicht mehr schnell voran - kommen wir schliesslich zum Parque Nacional Huascarán. Dieser ist bekannt für unzählige Wanderrouten. Wir müssen aber erst nach Huaraz, um Gas aufzufüllen. Da Wochenende ist, bleiben wir etwas länger (Gas ist erst am Montag wieder offen) und geniessen den hübschen Camping oberhalb der Stadt und kleine Rundgänge durch die Stadt. Hier finden wir El Tió Enrique - ein Schweizer, welches ein Schweizer Restaurant führt mit Raclette und Fondue. Mmmmh... njammi, wir fressen uns bei ihm mit Raclette voll und geniessen es, wieder etwas Schweizerdeutsch zu hören.

 ©Ufbruchstimmig