...oder wie wir heraus finden, ob diese berüchtigte Route wirklich so schwer zu befahren ist, wie man unter Reisenden hört...
Nach ein paar faulen Tagen in Antofagasta in denen wir die Vorräte aufstockten, den Kometen Tsuchinshan-ATLAS beobachten konnten, ich mein Handy gekillt habe (also den Ladestecker - dumm nur ist
der Akku leer) und uns etwas in der Wärme erholt haben, geht es weiter südwärts. Von Antofagasta geht es los auf eine Strecke, über die man auch einige "Schauergeschichten" hört unter
Reisenden.
Wir wollen auch keinesfalls sagen, dass die Strecke keine Herausforderungen hat - aber wie so oft, sind die Geschichten über zehn Ecken nicht ganz zutreffend. Wir hatten auch Kontakt mit einigen,
die selbst gefahren sind und Bilder gesehen, um einschätzen zu können, ob ein grosser Truck auch durch kommt. Und die Leute mit eigener Erfahrung haben uns das alle bestätigt. Also geht das
Abenteuer der südlichen Puna los - für FoB und Dodo.
Adi und ich wagen mit Dodo noch einen Umweg zum Krater des
Volcan Galan. Eine spannende und super schöne Fahrt durch den
Canyon "Real Grande" und dann steil hoch auf die Caldera des Vulkans. Hier wollten die FoB's ihren Dicken nicht hoch zwängen, weswegen wir sie am Abend dann wieder treffen. Die Tagestour ist
der Wahnsinn und wir geniessen die grandiosen Aussichten.
©Ufbruchstimmig
Nach diesem Ausflug geht es weiter mit beiden Fahrzeugen südwärts. Durch die ersten Dünenlandschaften erreichen wir das
Bimssteinfeld "Piedra Pomez". Weisser Sand wechselt zu weissem Bimsstein - bizarre Formen vom Wind und Sand geschliffen. Die Landschaft ist einzigartig. Aber auch hier: Wer sich hier eine
wunderschöne, ruhige weisse Landschaft vorstellt: Nein, so ist die Puna nicht.
Auch hier fegt ein beissender Wind durch die Felsen, inkl. Sandkörner. Wir müssen mehrfach hinter den Felsen Schutz suchen und abwarten, bis wir uns wieder raus wagen um gegen den Wind und Sand
anzugehen. Es bleibt wild hier oben ;-)!
©Ufbruchstimmig
Dann geht es über Sanddünen Landschaften ins Tal nach
Las Papas. Hier gibt es heisse Quellen - die einen wollen wir anfahren. Aber bald schon wird die Strasse eng und sehr steil. Vor allem für den Truck ist es ein "Fahren am Abgrund" und die
Steigung auf dem Rückweg würde dem Motor auch einiges abverlangen. Wir entscheiden, umzudrehen und lieber die zweiten Quellen zu versuchen.
Das Umdrehen brauchte natürlich auch einiges an Nerven, aber mit Geduld und viel hin- und her steuern ist es schliesslich geschafft. Phhuuu!!
Während mir mein Magen eh schon weh tut und ich an Krämpfen leide - wieso auch immer, so verrücktes Zeug haben wir gar nicht gegessen - flattern den restlichen die Mägen wegen den Nerven.
Bei den zweiten heissen Quellen machen wir es schlauer: Wir fahren erst mal mit Dodo vor. Und auch hier kommen wir zum Schluss: Den grossen Truck lassen wir lieber stehen.
Da es eh schon Abend ist bis wir zurück sind, suchen wir uns erst mal einen Stellplatz und am nächsten Tag füllen wir Dodo mit 6 Personen, 1 Hund und einiges an Proviant für ein Picknick ;-). So geniessen wir die Las Hornos Quellen.
Nach dem Entspannungstag geht es dann über die Haarnadelkurven nach Las Papas. Es ist eng und die Hänge sind steil, ja, aber man kommt hier aktuell problemlos durch - auch mit einem grossen
Truck. Die Strasse ist in gutem Zustand.
Nach dem Dorf Las Papas kommen wir in das berüchtigte Flussbett - die Strasse führt hier unzählige Male durch den Fluss. Von anderen, zählfreudigen Reisenden hören wir, dass es über 100
Flussdurchfahrten sind bis Fiambala. Im Grossen und Ganzen führt die Strasse parallel zum Fluss und man sieht auch deutlich, dass die Strasse einige Male "umgebaut" werden musste nach
Hochwassern. Jetzt ist das Wasser aber schön zurück gegangen und der Pegel im Fluss ist tief. Somit sind auch die Flussdurchfahrten absolut kein Problem und die Fahrt ist mega schön.
©Ufbruchstimmig
Vor Fiambala hängen wir noch einen Abstecher zur Duna Magica und den Dunas Taton an. Wunderschöne Sanddünen sind hier zu finden. Vor allem die Dunas Taton haben ein pures Wüstenfeeling, wenn es auch eher kleine Dünen sind. Wunderschön sind sie trotzdem.
Auch von diesem südlichen Teil der Puna Strecke findet ihr hier die GPS Daten als GPX Datei zum downloaden.
©Ufbruchstimmig