...oder von Strassenblockaden in Argentinien, Regenwetter und von sehr bekannten Touristen Attraktionen bis hin zu weniger bekannten.
Entlang der Routa 40 gibt es hier auch ein paar offizielle Stellplätze für Camper. Sie sind kostenlos, da sie keinerleit Versorgung bieten - heisst auch dass man hier eigentlich "fully contained" stehen sollte und nicht hinter jeden Busch kacken sollte. Das klappt halt leider nicht bei allen Leuten und so müssen wir Cita bisschen im Auge behalten. Aber der Platz ist trotz relativ grossem Andrang relativ sauber. Leider regnet es und so gibt es für uns einen "Faulenztag" - die Festplatte der gesammelten Filme findet mal wieder Einsatz.
Am Sonntag Morgen wollen wir dann weiter fahren (auch, weil wir eigentlich ausgemacht hatten meine (Maya) Eltern anzurufen und hier kein Empfang ist). Doch - huuuups - da ist kein Durchkommen auf der Strasse. Die gesamte Ausfahrt ist blockiert: Es findet gerade der grösste Veloevent Patagoniens statt: Gran Fondo 7 Lagos. Jaaaa, zugegeben wir haben ein Hinweisschild gesehen - aber da stand was vom Jahr 2023 drauf. Also haben wir nicht überlegt, das der Event evtl. auch genau ein Jahr später stattfinden könnte und uns somit voll trifft. Es gibt also Verzögerung - es bleibt uns nichts anderes übrig, als etwas mehr als zwei Stunden zu warten, bis die Strasse wieder geöffnet ist und gleichzeitig zu hoffen, dass meine Eltern noch keine Vermisstenanzeige aufgegeben haben ;-). Aber Glück gehabt, später konnten wir dies alles klären ;-).
Wir sind eigentlich auf dem Weg nach Bariloche, wo wir dieses Mal einen kleinen Stopp einlegen wollen. Einen Zwischenstopp gibt's in Villa La Angostura, wo wir eine sehr sympathische Brasilianische Familie kennen lernen. Der Sohn liebt Bananen (wie so viele Brasilianer ;-) - aber sie haben ja auch unglaublich viele Sorten) und das nützt Mamacita schamlos aus. Sie macht ihm schöne Augen, wo's nur geht und futtert so sicher 2-3 Bananen mit ihm mit, da er grosszügig mit ihr teilt. Ja, der Strassenköter ist und bleibt halt in ihrem Herzen. Solang es nur Bananen sind... ;-).
Am Rio Limay gibt's den nächsten Zwischenstopp und das Wetter wird langsam besser. Wir entscheiden uns, einen Tag zu bleiben, Adi fischt, ich arbeite etwas an der Homepage, da hier tatsächlich mal wieder konstant Empfang ist. Für die Weiterfahrt Richtung Bariloche machen wir nun noch einen Abstecher auf die alte Route 40. Super schön fängt die Strecke an, aber ein grosser Teil führt auch einfach durch eintönige Pampa. Aber auch das hat seinen Reiz.
©Ufbruchstimmig
Und dann kommen wir in das berühmte
Bariloche, wo wir auch schon letztes Mal eher einen Bogen drum rum gemacht haben. Nach wie vor hört man davon, dass der Ort für Camper sehr unsicher ist. Wir durchforsten die Overlander Fibel
und auch da hat es wieder aktuelle Kommentare und Warnungen, wo in Fahrzeuge eingebrochen wurde. Vorzugsweise ausländische Fahrzeuge...
Also heisst es wieder, die Besorgungen erledigt jeweils wieder nur einer während der andere im Auto bleibt und mit dem Wachhund zusammen das Auto bewacht. Wir entscheiden uns dann, in den
Nachbarsort
Colonia Suiza weiter zu ziehen, um die Gegend trotzdem noch etwas erkunden zu können.
Wir finden einen hübschen und auch sehr bekannten
Camping unter Overlandern hier. Leider sind gerade nicht viele Reisende hier - aber so können wir auch einige ruhige Tage geniessen. Am ersten Tag brechen wir zu einer kleinen Wanderung auf -
halb-legal, denn beim runter laufen, bemerken wir eine Hundeverbotstafel... Wir wussten, dass vieles Nationalpark ist hier, aber diesen Wanderweg haben wir eigentlich bewusst rausgesucht, da er
ausserhalb liegt. Aber wohl doch irgendein Naturschutzgebiet - aber es hat uns niemand darauf hingewiesen oder etwas gesagt. Wohl also nicht allzu streng gesehen. Die Wanderung ist super schön -
aber Achtung... Es folgen keine Fotos. Zwar hatten wir die Kamera mit dabei und auch munter Fotos geschossen, aber leider, leider steckte die Speicherkarte noch in meinem PC von der letzten
Bildübertragung. Die Kamera hat somit leider niiix gespeichter. Uuupsi...!
Ein Bier in der lokalen Brauerei lassen wir uns am Abend natürlich nicht entgehen und wir schlendern noch etwas durch Colonia Suiza. Dabei fallen uns einige Schilder zu einem "Curanto" Essen auf.
Dank Google finden wir heraus, dass dies eine typische "Grill"art hier im Ort ist. Dabei wird das Fleisch und Gemüse mit Erde bedeckt und unter verschiedenen Schichten gegart und gebraten. Wir
reservieren uns einen Tisch für den 1. Dezember, denn das Festmahl wird nicht täglich abgehalten.
Am 1. Dezember sind wir dann also Mittags bereit zum
Restaurant Goye zu gehen. Cita darf nicht mit - das haben wir vorab abgeklärt. Somit wird für sie dies der erster "allein bleiben"-Aufenthalt in ihrer Flugbox.
Der Curanto stammt urprünglich tatsächlich aus Polinesien. Die Zubereitungsart hat dann ihren Weg nach Chiloé in Chile gefunden. Bis hier wurden aber dafür Meeresfrüchte verwendet. Die Familie
Goye - Schweizer Auswanderer, die sich in Chile nicht anklimatisieren konnten, zogen von da weiter nach Argentinien und gründeten neben Bariloche die "Colonia Suiza". Sie brachten den Curanto mit
und haben ihn hier zu Fleisch und Gemüse abgewandelt, da Meeresfrüchte hier nicht verfügbar waren. 1.5h dauert die Zubereitung, aber die Zeit vergeht schnell, da das Ganze als traditionellen
patagonischen Event abgehalten wird - inklusive Live Musik. Durch die verschiedenen Schichten an heissen Steinen, Erde, Stoffe, Blätter und Kräuter hat alles einen ganz besonderen
Geschmack, den man nicht wirklich mit was vergleichen kann. War sehr lecker und ist sehr zu empfehlen! Vollgefressen gehen wir danach zurück zum Camping und finden Cita entspannt in ihrer Box
schlafend. Super, hat sie auch das nun gut gemeistert. :-)
©Ufbruchstimmig
Weiter geht es nun wieder südwärts der RN40 entlang. Über
El Bolson fahren wir wieder nach
Esquel hoch. Denn hier hat es uns wunderbar gefallen und zudem ruft langsam Chile. Wir verweilen hier in Esquel also mal wieder - denn die Papiere für Cita müssen wieder mal gemacht werden.
Dies dauert immer ein paar Tage in Argentinien, ausser man will den Express Aufschlag bezahlen. Aber wir haben ja kein Stress und der Ort gefällt uns sehr gut.
Wir stellen uns wieder an die
Laguna Zeta hoch und geniessen ein paar ruhige Tage. Wieso wir genau hier rüber nach Chile wechseln, hat schon seinen Grund. Oder besser gesagt - mehrere Gründe.... Wie ihr euch vermutlich
vorstellen könnt, wollen wir einerseits Cerro Castillo nochmals besuchen und Carola und Vic nochmals sehen. Andererseits aber tummeln sich gerade einige Reisende hier rum und ganz spontan reihen
sich Treffen an Treffen aneinander.
Erst treffen wir Silvia, Matthias und Laika wieder - die wir zuvor mal nur kurz
auf einem Parkplatz getroffen haben aber durch die Hunde schon lange in Kontakt stehen. Der Tag wird trotz sehr wechselhaftem Wetter, mal windig, kalt und regnerisch, mal wieder sonnig sehr
gemütlich mit den dreien und dank ihrem etwas grösseren Gefährt, können wir auch noch abends etwas zusammen sitzen. Leider stehen wir hier nur einen Tag beisammen, denn wir müssen los. Einerseits
sind Cita's Papiere fertig und wir müssen alles abholen - andererseits hat sich ein äusserts unerwartetes Treffen angekündigt. Wir müssen so schnell als möglich ab nach
Puyuhuapi - denn da ist jemand, den wir ganz bestimmt nicht verpassen wollen...
©Ufbruchstimmig























































