...oder wie wir das erste Mal wieder Europa erkunden nach langer Abwesenheit.
Da wir noch nicht das ganze Jahr über gearbeitet haben, bleiben uns in diesem Jahr nicht extrem viel Ferientage übrig. Aber dennoch reicht es für einen kurzen Trip in Richtung Osten - Slowenien und Kroatien. Wobei Kroatien doch nur ganz, ganz am Rande. Nämlich am nördlichen Rande von Istrien.
Aber erst mal sind wir in Frankreich beim Häuschen von Adi's Eltern. Hier organisieren wir einen "Overlander Treff" - wir laden alle ein, die wir unterwegs getroffen und kennengelernt haben und die aktuell gerade in Europa sind. Nicht alle können kommen, aber es kommt doch eine erstaunlich grosse Gruppe zusammen. Einige Fahrzeuge und auch die Betten vor Ort werden bezogen. Wir geniessen das Beisammensein sehr - macht es doch extrem viel Spass wieder mit "Gleichgesinnten" zusammen zu sitzen am Lagerfeuer. Es wird gegrillt, es fliesst Bier und Wein, die Hunde geniessen die Narrenfreiheit rund ums Haus und ebenso die Kinder.
Aber wie es so ist - hier in Europa haben alle wieder ihre "Verpflichtungen" und das Beisammensein findet so auch wieder ein Ende. Alle ziehen zurück zu ihrem eigenen kleinen Fleckchen Zuhause. Das ist etwas, was wir unterwegs so lieben gelernt haben: Während hier uns "das Zuhause" von Freunden örtlich trennt, war es unterwegs doch so einfach und schön, die Zuhause einfach nebeneinander aufzuschlagen - und zu gehen, wenn man "keinen Bock" mehr hatte aufeinander. Nachbarn auf Zeit - aber bleibende Freunde und immer wieder neue Bekanntschaften haben einen grossartigen Teil unserer Panamericana Reise ausgemacht.
Item... Wir sind zurück und nach dem Overlandertreff geht es für uns los auf unseren ersten kleinen Roadtrip nach Slowenien und Kroatien. Wir halten es hier etwas kurz dieses Mal und packen alles in einen Beitrag.
Der Kurztrip war insgesamt geprägt von grandioser Landschaft - Slowenien hat uns super überrascht - und lustigen Anekdoten mit den "Standard-Campern". Irgendwie mussten wir feststellen, dass wir mit Dodo schlimmer auffallen wie mit einem bunten Hund, wobei nicht zuletzt gerade die Farbe von Dodo auf den Stellplätzen mal als allererstes ins Auge gestochen ist unter den weissen Mobilen. Nicht nur einmal haben wir amüsante Gespräche geführt, da die "Gross-Camper" mit ihren Kästen sich einfach selten vorstellen können, dass man in einem Landcruiser mit Dachzelt bequem schlafen kann. Geschweige denn darin leben!! Wenn das Gespräch soweit kam, haben wir doch einige Male ungläubige Blicke gesehen, dass wir in diesem Auto 3 Jahre gelebt haben wollen. Und dann der Hund?? Was war mit dem? Dass diese Hündin in Mexiko zugestiegen ist und wir sie einfach mitgenommen haben, war meistens das Tüpfelchen auf dem i für eine ziemliche Fassungslosigkeit beim Gegenüber. Tja... Ja, nicht alle fahren von Stellplatz zu Stellplatz mit komplett Service ;-) Da gibt es halt auch noch anderes...
©Ufbruchstimmig
Die Strecke führt uns durch die wunderschönen Julianischen Alpen und durch den Triglav Nationalpark. Wir entdecken die Quelle der Soca und bewandern den Fluss auch weiter südwärts. Die bekannten touristischen Hotspots lassen wir aus - nicht weil sie uns nicht gereizt haben, aber die Leute sind uns oftmals einfach zu viel. Europäischer Tourismus ist doch einiges dichter als der südamerikanische...
Obwohl uns Slowenien sehr gut gefällt, entscheiden wir uns, noch bis nach Kroatien zu fahren ans Meer. Genauer gesagt nach Savudrjia - wo ich einige Ferien als Kind verbracht habe plus auch sogar schon ein Blogbeitrag dazu besteht von vor einigen Jahren. Der ehemals durchschnittliche Camping ist seit unserem letzten Mal hier enorm gewachsen, modernisiert worden und erschlägt uns fast ein bisschen mit Luxus. Dennoch haben wir witzigerweise eine absolut zum Camping unpassende Nachbarin: ein kleines Zelt und kleines Auto, inkl. Strassenköter. Ja - wir dürfen das sagen, denn wir haben ja selbst auch so einen Köter :-) . Wir erfahren schon bald, dass sie schon weit gereist ist, viel von Südamerika und Afrika kennt. Und so haben wir - beide Parteien etwas unpassend vor Ort, auffällig zwischen den vielen weissen Campern - aber eine gemütliche Zeit und einige Reisegeschichten zu teilen. Das Wochenende verbringen wir also sehr gemütlich am Meer.
©Ufbruchstimmig
Nach Hause geht es über Piran, welches wir auch noch erkunden. Witziger Weise treffen wir hier zufällig Adi's Onkel und Tante auf Fahrradreise. Dank Whatsapp Status haben sie entdeckt, wie nahe wir voneinander sind - und so kommt ein spontanes Familientreffen zustande. Viel schwieriger unter dem Jahr in der Schweiz mal hinzukriegen ;-) - aber hier funktioniert es top!
Einen letzten Stopp gibt es am Gardasee, von wo aus wir dann wieder nach Hause düsen. Kurztrip beendet.
©Ufbruchstimmig
















































