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Besuch in Villa Cerro Castillo und Weihnachten 2024 - 20. Dezember bis 31. Dezember

...oder wie wir von alten Bekannten zu neuen Ufern aufbrechen.

Nach dem Schlamm-Abenteuer kommen wir gut voran und geniessen die wunderschönen Blicke entlang dem "Camino Lago Altravesado - Lago Portales". In Coyhaique legen wir einen "Shopping" Stopp ein. Beide Parteien müssen nochmals richtig auffüllen vor den Festtagen - aber auch allgemeine Besorgungen stehen an. Da es nun immer schwieriger wird mit jedem Kilometer Richtung Süden, tun wir gut daran, noch möglichst alles zu besorgen, was wir so benötigen, inkl. z.B. eine Jacke für mich, Maya. Aber auch Adi benötigt noch Ausrüstung und selbst für Mamacita müssen wir Vorräte aufstocken und mal wieder gutes Hundefutter besorgen. Im Ort ist auch gerade noch ein kleiner Weihnachtsmarkt, welcher die Weihnachtsstimmung fördert. Der Tag ist schnell rum und wir fahren für die Nacht zum Lago Paloma, wo wir am Morgen von Kühen rund um unser Camp geweckt werden.

 

Von hier ziehen wir weiter zu alten Bekannten: Wir kehren im "Patagonia Overlander" ein. Auf dem Weg halten aber Adi und ich noch kurz bei Mario, dem Brauer vom "Cerveza Caiquen". Er und Ruth, seine Frau, erkennen uns sofort nach den ganzen Monaten und laden uns zu einem Mittagessen ein. Wir fühlen uns etwas schlecht - platzten wir einfach so rein, aber ausschlagen können wir es ihnen auch nicht. Das Essen ist oberlecker und selbst Mamacita wird verwöhnt: Denn Mario und Ruth's Hunde haben eigentlich absolutes Hausverbot - aber unsere Mexikanerin bezirzt die beiden mal wieder so stark, dass sie als Gasthund natürlich ins Haus darf...

Voll verwöhnt und gestärkt ziehen wir dann weiter zum Camping, wo wir Anfang Jahr das "work away" gemacht haben. Dieser ist nun voll eröffnet und gewinnt stetig an Bekanntheit unter Overlandern. Und so treffen wir hier dieses Mal nun auch einige andere Reisende. Ein paar gemütliche Tage gönnen wir uns hier, grillen mit Caro, Vic und Violetta und den aktuellen Gästen auf dem Camping - und natürlich Mario und Ruth sind auch mit von der Partie. Wir backen Weihnachtsguetzli und haben schöne Tage mit dem FoB's zusammen. Aber dann zieht es uns weiter - mit einem lachenden und einem weinenden Auge verlassen wir - vermutlich zum letzten Mal - dieses schöne Fleckchen Erde. 

 

Mit den FoB's ziehen wir zu einem schönen Platz am Fluss Rio Murta- hier möchten wir das Weihnachts-Camp einrichten und die Feiertage verweilen. Wir gönnen uns hier das ganze Programm: Adi bastelt aus Tannenästen einen echten Weihnachtsbaum zusammen, es wird gekocht und gemütlich beisammen gesessen. Unser Weihnachtsfestessen gelingt uns grandios: Rouladen im Dutch-Ofen über dem Feuer gebrutzelt. Wir lassen es uns hier auch nicht nehmen, einen Weihnachtsschwumm im eiskalten Fluss zu nehmen - und zwar restlos alle, inklusive der Kids. Eiskalt, aber das ist es uns wert. Und so schaffen wir es nun auch in diesem Jahr, zu Weihnachten ein Bad zu nehmen, wie im Jahr 2022 in Mexiko. 2023 in La Paz, Bolivien, war dies leider eher schwierig zu schaffen ;-) .

Zum Abschluss an die Weihnachtstage hier am Fluss zünden wir unseren Weihnachtsbaum an und lassen Weihnachten hinter uns. So schön die Tage waren, so sehr zieht es uns auch weiter in neue Abenteuer. Und diese sollen erst mal noch etwas weiter mit den FoB's gehen.

 ©Ufbruchstimmig 

Es geht weiter bis Puerto Rio Tranquillo, wo die Familie FoB eine Tour zu den Marmorhöhlen unternehmen. Ausgemacht haben wir, dass wir währenddessen einkaufen (wir haben die Höhlen ja bereits gesehen) und uns wieder ausrüsten nach den Fress-Festtagen.

Aber uuupps... Da kam was dazwischen. Als wir der Hauptstrasse entlang schlendern fährt ein hübscher Troppy daher. Kennzeichen NL... Hmm... die kennen wir doch schon so halb per "online". Wir hatten mal Kontakt wegen den Autos. Die beiden parkieren und wir müssen da dann natürlich kurz vorbei schauen und Hallo sagen. Hester und Laurence haben den Troopy auch selbst ausgebaut und waren auch schon von Europa gegen Osten unterwegs gewesen. Gesprächstoff ist schnell gefunden und da wir eh gerade Pizza essen wollten, landen wir dann eben zu viert im Restaurant und verquasseln uns etwas. Als die FoB's zurück von der Tour sind, sitzen wir noch immer im Restaurant und haben noch absolut rein gar nichts eingekauft. 

Aber auch Hester und Laurance zieht es dann weiter und unsere Besorgungen sind dann auch noch schnell erledigt. Mit dem FoB brechen wir auf in Richtung Valle Exploradores, wo die FoB's und Adi am nächsten Tag die Wanderung zum Glaciar Exploradores in Angriff nehmen. Ich und Cita dürfen da nicht mit, da es wieder Nationalpark ist. Wir fahren also mit Dodo nochmals die Strasse des Tales Richtung Bahia Exploradores, geniessen die Aussichten und das schöne Wetter und bleiben schliesslich an einem schönen Flussstellplatz stehen: Brot backen, ich kann warm duschen (dank unserem schwarzen Wasserrohr, welches heute mal genügend aufheizt), Wassertanks füllen, Cita geniesst die Sonne... 

Auf dem Weg das Tal wieder zurück holen wir dann den FoB ein und wir übernachten alle zusammen an einem wunderschönen Platz am Fluss.

 ©Ufbruchstimmig 

Die weitere Route soll uns nun direkt Richtung Argentinien führen, wo wir ein kleines "offroad" Abenteuer im Kopf haben. Südlich vom Lago General gibt es auf der argentinischen Seite eine Piste, die anscheinend durchs absolute Niemandsland führen soll und den Beschreibungen nach genau nach unserem Geschmack ist. 

Wir fahren also am südlichen Ufer des Lago General weg von der Carretera Austral auf die Ruta 265 nach Osten. Diese Strecke entlang des Sees lockt mit wunderschönen Aussichten und Natureindrücken. Überraschend sind wir bereits von dieser 265 sehr begeistert. Wir übernachten am See und kochen alles, was wir nicht über die Grenze nehmen können.

 ©Ufbruchstimmig 

Der grosse Plan ist mit den FoBs die Ruta41 in Argentinien zu befahren. Für uns jedoch startet das Jahr 2025 nicht einfach und so trennen wir uns kurzfristig für einen Tag von den FoB's. Durch die Grenze nach Argentinien kommen wir am 30. Dezember relativ schnell durch. Die FoB's fahren direkt zur Ruta41, während wir eine Nacht in Los Antiguos verbringen. Aber wir werden die anderen wieder aufholen am nächsten Tag.

Unsere Zeit ist nun "gezählt" - da der Blog ja nun heillos verspätet ist, ist es kein Geheimnis mehr: Das Ende unserer Reise steht seit Weihnachten fest - und schon ganz definitiv und fest steht, dass ich, Maya, und Mamacita am 14. Februar von Santiago de Chile nach Paris fliegen und als Geburtstagsüberaschung zum 70. Geburtstag meiner Mutter zurück in der Schweiz sein werden. Der Flug ist gebucht - und auch wenn wir uns freuen, ist es auch ganz ein komisches Gefühl unserer "endlosen" Reise nun ein Ende gesetzt zu haben.

 

Aber - erst mal kommt noch "das wahre Patagonien", also haltet euch fest. Schon auf der Ruta 41 beginnt ein Abenteuer, welches wir nie vergessen werden. Schon als wir am 31. Dezember hoch zu den FoB's fahren, regnet es und die Strasse ist ein pures Schlammbad. Wir kommen zwar durch, aber Dodo ist von oben bis unten mit Schlamm gepanzert. Hätten wir das mal als Vorwarnung genommen...

Aber wir haben erstmal nicht ganz so weit gedacht. Die Silvesternacht verbringen wir also mit den FoB's in einer markierten "Campingzone". Einzige Ausstattung ganz argentinisch: Grillstellen. Aber auch abends regnet es und so wird bei uns nicht gegrillt sondern indoor im FoB ein Pizzaabend veranstaltet. Mitternacht erleben wir dann nicht mehr im Wach-Zustand und liegen alle bereits im Bett im Schlaf.