...oder wie wir immer näher an unser Traumziel Feuerland kommen!
Wieder zu dritt unterwegs nehmen wir erstmal deutlich an Fahrt auf. Trotz dieser insgesamten unglaublich langen Reisezeit ist es halt immer das selbe: Da wir uns das Ende gesetzt haben, muss wieder ein "Zeitplan" eingehalten werden. Wir müssen etwas Kilometer machen, wenn wir Feuerland ausgiebig erkundigen wollen.
El Chalten mit dem berühmtem Fitz Roy fahren wir nicht direkt an sondern geniessen nur die Aussicht auf die berühmte Bergkette vom gegenüberliegenden Seeufer, wo wir die Nacht verbringen. Das Gebiet um El Chalten ist grossflächig Nationalpark, was mit Hund nicht möglich ist zum Bewandern. Da wir bereits von anderen Reisenden gehört haben, dass auch Hundepensionen nicht wirklich vorhanden sind, beschliessen wir, auf direktem Weg nach El Calafate zu fahren. Unser Kaffebecher aus Kanada aber schafft es nicht mehr bis El Calafate: Er steht vermutlich bis heute noch an unserem Stellplatz und Aussichtspunkt und blickt noch immer auf den Fitz Roy. So weit er uns begleitet hat, jetzt steht er leider einsam an diesem hübschen Plätzchen am Lago Viedma.
In El Calafate angekommen, organisieren wir uns mit der lokalen Hundepension. Wir möchten hier den Nationalpark um den Gletscher Perito Moreno nicht verpassen. Das Wetter ist wechselhaft gemeldet und so müssen wir den heutigen schönen Tag gerade ausnützen. Zum Glück geht alles auf und wir können Cita bei der Guarderia Canina Charly für den ganzen Tag unterbringen.
Wir besuchen also entspannt den Nationalpark ohne unseren Vierbeiner. Super schöne Rundgänge und Spazierwege führen rund um den Gletscher herum. Die Gletscherzunge mündet direkt in eine Lagune - früher kam das Eis sogar bis über das Wasser rüber. Aber die letzte Eisbrücke ist 2020 zusammengefallen und seit da ist das Eis nicht mehr mit dem "Land" auf dieser Seite des Wassers verbunden. Dennoch ist der Perito Moreno Gletscher einer der wenigen Gletscher weltweit, welcher aktuell wieder wächst.
Das Eis hier ist in ständiger Bewegung und es fallen immer mal wieder Eisbrocken runter ins Wasser - das Highlight für alle Touristen hier. Mit Glück sieht man auch riesige Bruchstücke. Auch wir sehen ein für uns unglaublich grosses Eisstück in die Tiefe donnern. Im Gespräch mit unseren Hundesittern am Abend merken wir aber, dass dies ein eher kleines Stück war ;-). Nun denn - beeindruckend ist es so oder so vor dieser Eismasse zu stehen.
Auch Cita hat anscheinend ihren Tag im Garten bei Charly genossen: Sie blieb der einzige Gasthund an diesem Tag und genoss somit die vollkommene Aufmerksamkeit der Hundetrainer und wurde anscheinend liebevoll umsorgt und verhätschelt: Sie hebt nur müde den Kopf von ihrem Sonnenbad als wir am Gartenzaun ankommen und wirkt gar nicht so, als ob sie hier so dringend wieder weg will.
Wir verbleiben für die Nacht in der Nähe von El Calafate und möchten den Netzwerk-Empfang hier noch ausnutzen und am folgenden Tag alles erledigen, was so an "Büroarbeiten" ansteht. Heimreise-technisch müssen wir noch einige Dinge checken und abklären - auch damit für Cita's Flug dann schliesslich am Ende alles passt. Schneller als gedacht sind wir aber mit unseren Online-Dingen fertig und entscheiden dann doch am selben Tag noch ein Stückchen gegen Süden weiterzufahren. Das Wetter hat eh umgeschlagen und es ist ein grauer und regnerischer Tag. Also fahren wir los und übernachten "unromantisch" neben der Strasse ohne grossen Aufwand zu betreiben für die Stellplatzsuche.
©Ufbruchstimmig

















